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Familie auf Achse 3.0

Nach unserer Europareise 2006 und der Tour durch Queensland 2013 haben wir uns jetzt auf den Weg nach Neuseeland gemacht. Familie auf Achse 3.0 steht aber nicht nur für die dritte Familienreise, sondern auch für die traurigeTatsache, dass wir diesmal nur zu dritt sind. Theresa ist nicht bei uns, weil sie bereits ihre eigene Reise angetreten hat. Sie verbringt 10 Monate in Südaustralien, wo sie zur Schule geht und bei einer Gastfamilie in Whyalla wohnt.

Unsere Webseite, wie auch die von Theresa, sollen euch einige Eindrücke unserer Reise vermitteln. Wir danken wie immer allen, die uns bei der Realisierung unseres Traumes mit Rat, Tat und guten Willem zur Seite gestanden haben,

Birgit, Jürgen und Hugo (und Theresa)

Warum ich so viel Nutella kaufe

Im April 1993 begann ich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin Schöneberg. Einer der interessantesten Kurse im Grundstudium war Mathematik. Unser Professor war Schwabe und sah ein bisschen wie ein Zwerg mit Brille aus. Seine Mission war es, uns Matrizenrechnung beizubringen. Ich war dieser Herausforderung gut gewachsen, denn ein anderer Zwerg mit Bart aus Sachsen hatte mir auf dem Gymnasium das wichtigste mathematische Rüstzeug vermittelt.

Surfen mit 50

Birgit steht am Strand von Maunganui. Sie leuchtet mit ihrer 30-Lumen-Northface Stirnlampe in die dunkle Nacht. „Irgendwo da draußen müssen die Jungen sein.“ Sie ruft, schreit, brüllt. Nichts. Nur das gleichmäßige Rauschen der Wellen, die ihr letztes Lebenslicht als feiner weißer Schaum an Birgits nackten Füßen aushauchen.

Lost in Translation

Am 5. September, um 19:23 Uhr, fahren wir zu unserem ersten Abendausflug nach Tauranga. Von unserer Wohnung am Strand bis ins Stadtzentrum sind es etwa 8 km bzw. 15 Autominuten, wenn der Verkehr keine Probleme bereitet. Die bereitet er in den Städten aber fast immer, denn Neuseeland ist ein Autoland. Von früh um 7 bis abends um 7 (in Auckland 24 Stunden) rollt die Autolawine über die innerstädtischen Highways von Tauranga.

Frau Meier von der Deutschen Post

Am 21.Juli 2017, um 16:45 Uhr, startete der Kapitän des Jetstar-Fluges J65 mit dem Landeanflug an den Flughafen von Auckland. Nach 16 Tagen Anreise über Japan und Australien würden wir in wenigen Minuten unsere Füße auf neuseeländischen Boden setzen. Ein Blick aus dem Fenster des Flugzeuges machte klar, dass diese ersten Schritte nasse sein würden. Über Auckland hingen riesige graue Regenwolken. Darunter erstreckte sich eine Seenlandschaft bis zum fernen, verschleierten Horizont versetzt mit bizarr geformten grünen Inseln.

Das Versprechen

Am 16.Juli 2017, um 5:27 Uhr, verliesen Hugo und ich den Terminal 1 des Flughafens in Cairns. Es waren genau 1511 Tage, 19 Stunden und 27 Minuten vergangen, seit ich auf der Startbahn dieses Flughafens meinem Körper ein Versprechen geben musste. Es ging darum, dass wir wieder hierher zurückkehren müssen. Mein Körper war da unmissverständlich,  keine Kompromisse, 100% Rückkehr, innerhalb eines Jahres. Gut, das war mein Angebot. Mir war natürlich völlig klar, dass dies unmöglich sein würde.

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