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Frankreich - Der Westen
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Besuch bei einer großen Frau
Was haben Gregor und Eleonore gemeinsam?
Über Gregor muss ich an dieser Stelle nicht viel sagen, weil er
als ehemaliger brillanter Mitarbeiter der „Wer wagt
-gewinnt"-Beratungsgesellschaft den meisten von Euch sicherlich bekannt
ist.
Bei Eleonore liegen die Dinge allerdings etwas anders. Sie war die
Tochter des Herzogs Wilhelm von Aquitanien, einem alten
ä+Herzogtum im Süd-Westen Frankreichs. Sie wurde 1120 geboren
und starb 1204, wurde also für ihre Zeit
verhältnismäßig alt.
Doch was haben die beiden nun gemeinsam? Ich will das Geheimnis
lüften. Gregor und Eleonore sind die Zweitnamen unserer Kinder,
Hugo Gregor und Theresa Eleonore Arnoldt.
Da wir nicht genau wussten, wo Gregor sich zur Zeit herum treibt,
entschieden wir uns fürs erste Eleonore, oder genauer, ihrer
Grabstätte, einen Besuch abzustatten. Sehr gelegen kam uns dabei,
dass die Abtei Fontevraud, in welcher Eleonore bestattet wurde, direkt
auf unserer Durchflugsroute lag. Bevor ich aber von
dem Termin bei Eleonore erzähle, gebe ich euch einen kurzen
Einblick in das Schaffen und Wirken dieser bedeutsamen Frau. Und um die
Sache etwas unterhaltsamer zu gestalten, verlege ich Eleonores Geburt
einfach in das Jahr 1979. Dann erzählt sich die weitere
Geschichte in etwa wie folgt:
Im zarten Alter von 15 Jahren heiratet Eleonore den Kanzlerkandidat der
SPD Gerhard Schröder. Noch während der ausufernden
Hochzeitsfeierlichkeiten platzt die Nachricht vom Sieg der SPD bei den
Bundestagswahlen herein und Eleonore ist plötzlich Kanzlergattin.
Sie schenkt dem hübschen Gerhard zwei Kinder, doch weil sich kein
Stammhalter darunter befindet, bitten die beiden John Paul um die
Auflösung ihrer streng katholischen Ehe. Daraufhin reist Eleonore
nach England, wo sie John Major begegnet, welcher sich spontan in sie
verliebt, seine Frau und Kinder verlässt und Eleonore heiratet.
Somit ist sie schon wieder Gattin eines Staatschefs, diesmal des
englischen. Sie gebärt auch John Kinder, diesmal deren acht. Als
John stirbt, führt sie die Regierungsgeschäfte weiter und
bekommt dafür vom Volk den Beinamen „Maggi die Zweite"
verliehen.
Ihr ältester Sohn Richard erweist sich als besonders tapfer. Er
fliegt nach Palestina und hilft den Israelis Libyen und Syrien zu
besetzen. Das geht allerdings dem deutschen Außenminister
F.W. Steinmeyer dermaßen gegen den Strich, dass er Angela
dazu
überredet, Richard’s Flugzeug auf dem Rückweg über
deutschen Hoheitsgebiet von der Bundeswehr abschiessen und den tapferen
Sohn Eleonores, den alle Welt mittlerweile Richard Löwenherz
nennt, inhaftieren zu lassen. Inspiriert von diesem nackten Akt
der Gewalt, schlägt der deutsche Finanzminister Peer
Steinbrück vor, ein
Lösegeld in Höhe von 100 Millionen Euro für Richard
Löwenherz zu verlangen. Angela findet diese Idee fantastisch und
fordert 200 Millionen. Eleonore treibt das Geld auf und fährt
höchst persönlich nach Deutschland, um ihren Sohn zu
befreien. Richard übernimmt jetzt die Regierungsgeschäfte und
Eleonore hält überhaupt nichts mehr in England. Sie kehrt
nach Aquitanien zurück und startet einen neuen Schlagerwettbewerb,
der schon nach kurzer Zeit dem „Eurovision Song Contest" den
Rang abläuft. Große Sterne der Schlagerszene, wie Rex Gildo,
Roberto Blanco oder Peter Maffay pilgern nach Südfrankreich
um die ehrenwerte und grandiose Eleonore zu besingen. Sie befindet sich
auf dem Zenit ihres Schaffens und der Verehrung, als sie im magischen
Alter von 84 Jahren verstirbt.
 
Als wir Eleonore in Fontevraud besuchten, sahen wir sie als liegende
Steinfigur neben ihrem zweiten Mann, Heinrich II, König von
England von 1154 bis 1189, sowie ihren beiden Söhnen Richard
Löwenherz, König von England von 1189 bis 1199, sowie Johann
„Ohneland", König von England von 1199 bis 1216. Mal ganz
abgesehen von ihren Verdiensten um die Schlagermusik, finden wir die
Tatsache, dass Eleonore mit zwei Königen verheiratet gewesen war
(neben Heinrich II von England war da noch Philip IV von Frankreich)
und zwei Königen das Leben geschenkt hat, wahrhaft beeindruckend.
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Im Garten von Fontefraud ©

Blick auf den Kreuzgang von Fontefraud

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