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Anreise
nach Griechenland
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Von Zielen und Stellplätzen
Sich Ziele zu setzen ist wichtig. Wo wären wir
heute, hätten
wir uns nicht das Ziel gesetzt, diese Reise zu unternehmen. Ziele
motivieren. Ziele bestärken.
Das Ziel unseres ersten Reisetags war der westlichste Rand
Thüringens, Großburschla. Wir wollten um 7 Uhr
aufstehen,
nicht frühstücken, um 8:30 Uhr die Wohnung verlassen
um die
Kinder
bei Oma 1 abzuholen und nach 4 Stunden Fahrt gegen 13
Uhr in Großburschla ankommen. Nach dem
Mittagessen war
eine Abschiedsparty mit Oma und Opa 2 geplant...
Zum Frühstück in der Schönhauser Allee gab
es wie immer frische Brötchen. Die
Berliner Zeitung berichtete über weitere Schneefälle
in Deutschland.
Am frühen Nachmittag flog der Berliner Bär in
Dreilinden an
uns vorbei. Als wir in Eisenach die Autobahn verließen
versank
gerade die Sonne über dem trostlosen Hessen. Die
Abschiedsparty
war kurz aber intensiv. Am nächsten Morgen beluden wir das
Wohnmobil mit 3 Zentnern „Opa-Wurst", den letzten 10
Gläsern
Heidelbeermarmelade und circa 4 Kartons Ostergeschenken (!).
Auch am zweiten Tag waren unsere Ziele klar gesteckt. Von
Großburschla aus ins Playmobilland in Zirndorf bei
Nürnberg.
Start am Vormittag, 3 Stunden Fahrt durch den schönen
Thüringer Wald. Ankunft am frühen Nachmittag. Besuch
des
Playmobillandes bis gegen circa 18 Uhr. Danach so weit wie
möglich
an die Alpen heran.
Um 16 Uhr irrten wir durch Hildburghausen. Wir hatten die falsche
Autobahn Richtung Bayern genommen (seit wann gibt es im
Thüringer
Wald eigentlich so viele Autobahnen?). Um 17:45 Uhr, nach knapp fünfeinhalb Stunden Fahrt
erreichten wir das Playmobilland, welches um 18:00 Uhr dicht machte.
Abwechselnd weinten entweder wir oder die Kinder.
Spätestens jetzt war klar, dass unsere Ziele
blödsinnig waren
und in keiner Weise zur Art unserer Reise passten. Sie frustrierten und
demotivierten und weigerten sich beständig wie geplant
erreicht zu
werden. Das sollte sich ändern. Und so kam es zu unserer
ersten
Übernachtung im Wohnmobil.
Wir verbrachten die wahrscheinlich kälteste
16.März-Nacht seit Beginn der
Wetteraufzeichnung gegenüber
vom "Playmobil Inn Apart Hotel". Jetzt zahlte sich die Tatsache aus,
dass
wir im kalten Berlin nach jedem neuen Blick auf unseren schneebedeckten
Hof eine
weitere Decke ins Wohnmobil geschleppt hatten. Am Morgen des
17.März standen wir leicht verfroren aber in bester Laune
bereits
um 9:30 Uhr am Eingang zum Playmobilland. Ein Traum für Kinder
und
deren erholungsbedürftige Eltern. Spielzeug ohne Ende.
Klettern
ohne Ende. Und ein hervorragendes (und preiswertes) Frühstücksbuffet.
Gegen 14
Uhr waren die Kinder völlig platt und wir extrem erholt. Jetzt
ging es mit zwei schnarchenden Bündeln weiter in Richtung
Alpen.
Out of Rosenheim verliessen wir die Autobahn und stiessen kurz vor Bad
Fiernbach (das e muß irgendwann während der letzten
Eiszeit
abhanden gekommen sein) auf die "Reitpark Klinik + More" für
Innere
Medizin und Orthopädie. Birgit litt schon seit ein paar Tagen
unter Rückenproblemen und so entschieden uns, auf dem
weitläufigen Parkplatz der Privatklinik zu
übernachten.
Wohnmobilisten waren hier herzlich willkommen und wir verliessen den
Platz am dritten Tag unserer Reise mit dem festen Vorsatz
demnächst eine private Krankenversicherung
abzuschließen.
Die Alpen flogen förmlich an uns vorbei. Ähnliches
kann man
über Österreich sagen, von dem uns nur der Pickerl an
der
Windschutzscheibe als Erinnerung blieb. Ich glaube, die
Österreicher sind die Erfinder eines Spezialklebers, den sie
nur
für ihre Vignetten verwenden und dessen Rezeptur sie streng
geheim
halten. Das ist ihre Rache an den Leuten, die so wie wir, das
schönste aller Alpenländer nur zum Transit nach
Italien
benutzen. Gleiches gilt in unserem Fall auch für Italien,
welches
nur eine Zwischenstation auf unserem Weg nach Griechenland darstellte.
Weil uns die Italiener aber keine Vignetten mit Spezialkleber
verkauften, erwarteten wir irgendeine andere Bösartigkeit.
Birgit
tippte auf
einen bewaffneten Raubüberfall und bestand deshalb darauf direkt
hinter der lokalen Polizeiwache am Gardasee zu übernachten.
Tatsächlich tummelten sich dort eine Reihe gefährlich
aussehender Gestalten. Die meisten tarnten sich als
italienische
Wohnmobilbesitzer und spielten zur Ablenkung Ball mit
ihren angeblichen Kindern. Wir begegneten der Gefahr durch ein
konsequentes Sicherheitskonzept am und um unser Wohnmobil sowie der
Entsendung von Spähtrupps (Hugo und Theresa). Leider konnten
die
beiden beim Ballspiel aufgrund der Sprachbarriere keine wirklich
sinnvollen Informationen gewinnen.
Italien blieb ein heisses Pflaster und wir fühlten uns erst
erleichtert, als wir rückwärts auf die
Griechenlandfähre
in Ancona rollten. In Ancona, dem kleinen Hafenstädtchen an
der
Adria, hat die Fremdenverkehrsverwaltung entschieden, dass, wenn schon
Tausende von LKWs, Bussen und Wohnmobilen den lokalen
Fährhafen
ansteuern, man dies gleich mit einer halbstündigen Rundfahrt
durch
den Stadtkern verbinden kann.
Theresa und Hugo hatten auf der Fahrt zum Hafen mehrmals Zweifel daran
geäußert, dass unser großes Wohnmobil auf
irgendein
Schiff, geschweige denn eine klapprige Griechenlandfähre,
passen
könnte. Erst als sie den Koloß von einem Schiff in
den Hafen
einlaufen sahen, begannen sie sich zu beruhigen. Als die riesigen
Heckklappen sich herabsenkten und ein erster 20-Tonner über
den
Kai rollte, begann Theresa zu zählen. Beim 8. LKW war sie
soweit
zu glauben, dass unser Wohnmobil in das Schiff reingehen
würde.
Beim 25-ten übergab sie das Zählen an Papa. Bei
Nummer 54
ging Papa zur rein statistischen Erfassung über. Ergebnis: Im Schnitt
fuhren
2 LKW’s pro Minute von der Rampe. Das Entladen dauerte etwa
45
Minuten. 28 Einweiser pfiffen durchschnittlich 44 Mal pro Minute mit
der Pfeife wobei ein Ausreisser mit Schwimmerlunge 8 Minuten ohne Pause
pfiff.
Auf der Fähre herrscht Luxus pur. Mehrere Restaurants und
Bars,
Geschäfte, Kinderspielecken und last but not least ein
Hotspot.
Auf dem Peloponnes werden 20 Grad Celsius für
übermorgen
erwartet. Wir telefonieren per Skype und suchen uns aus dem
Wohnmobilreiseführer den ersten Traumstellplatz in
Griechenland
heraus.
Für alle die immer noch daran zweifeln. Es geht uns gut und
wir haben (fast) alles im Griff.
Dieser Reisebericht wird ihnen präsentiert von Skylogic, dem
Hotspot auf der Griechenland Fähre von Superfast Ferry. Vielen
Dank für Ihr Interesse.
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Abschied

Begrüßung

Zugführer ©

War of the worlds im Playmobilland

Verstrickt

Hände

Kriminalität am Gardasee

Passen wir da rein?

Unser WoMo fest im Griff

Papa-Wasser-Da

Für alle Fälle

An Bord ©

Blick auf die Brücke bei Patras ©

Erste Blicke in Patras |
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