 |
Griechenland- Der Peloponnes
|
|
Robinson war Grieche
Er lebte auf Kephallenia, einer Insel westlich der Peloponnes.
Sein richtiger Name war Robinikles Crusoklos. Er war ein netter junger
Mann, hatte eine hübsche Frau und zwei kleine Kinder. Er war aber
auch das, was man landläufig einen Pechvogel nennt.
Kephallenia besaß einen Vulkan. Allerdings wussten die Leute dort gar
nichts mehr von seiner Existenz oder sie hatten aufgehört,
darüber nachzudenken, denn der Vulkan war seit Tausenden von
Jahren nicht mehr ausgebrochen. Eines Tages begab es sich nun, dass auf
dem Olymp eine große Götterparty stattfand und Hephaistos,
der Schmiedegott und Herr über alle Vulkane, bei der Damenwahl
keine Göttin abbekam. Das erzürnte ihn derart, dass er sofort
einen beliebigen Vulkan entfachte. Aus einer Laune heraus fiel seine Wahl auf den
Kephallenianischen Hausvulkan und bei dieser Gelegenheit stellte sich
heraus, dass Robinikles' kleines Haus direkt auf der versandeten Kaldera
des Vulkans stand.
Das Haus samt der ganzen Familie Crusoklos wurde zuerst in die
Höhe und dann ungefähr 80 Kilometer nach Osten geschleudert.
Es zerbarst an der Nord-West Küste der Peloponnes, ganz in der Nähe des kleinen
Fischerdorfes Kalogria. Die Familie Crusoklos überlebte wie durch
ein Wunder.
Somit wäre auch gleich der zweite und dritte Irrtum der
Geschichte beseitigt. Robinson war nicht alleine und die Insel, auf der er strandete (aufschlug), bewohnt.
Woher wir das alles wissen? Wir haben eindeutige Spuren gefunden. Zirka
5 Kilometer von Kalogria entfernt. Direkt am Strand. Wir haben hunderte
von einzelnen Fundstücken gesammelt und daraus die folgende
Rekonstruktion der damaligen Geschehnisse erstellt.
Nach dem Aufschlag mussten sich die Crusoklos’ zuerst um eine
neue Behausung kümmern. Das alte Haus war beim Aufschlag komplett
zerstört worden. Sie entschieden sich gleich dafür, ein
Wohnmobil zu bauen, weil ihnen bereits klar war, dass sie nicht
für immer und ewig hier bleiben würden, auch wenn man den
Fleck am Meer ohne weiteres als kleines Paradies bezeichnen könnte.
Basierend auf den Autoteilen die wir fanden, muss der Stellplatz wie rechts abgebildet ausgesehen haben.
Wir
können ebenfalls mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass die Familie den
nahe gelegenen Schirmpinienwald zum Trocknen ihrer Kleidung verwendet hat (siehe Reko links).
Die
Kinder beschäftigten sich unserer Erkenntnis nach
hauptsächlich mit den im damaligen Griechenland sehr
beliebten Sportspielen. Schon früh am Morgen
begannen sie mit Liegestütze.
Außerdem
spielten sie Brettspiele wie „Wer schlägt, gewinnt". Wir fanden eine Tontafel mit den ausführlichen Regeln.
Die
Spielfläche hat vier Felder. Die Anzahl der Spieler ist
unbegrenzt, allerdings beginnt das Spiel ab 3 Spielern recht
unübersichtlich zu werden und endet dann meist mit einer
Schlägerei (was eine falsche wörtliche Auslegung des
eigentlichen Spielnamens darstellt).
Statt eines Würfels werden
Muscheln benutzt. Gezählt werden nur die Muscheln, die mit der
geschlossen Seite nach oben liegen bleiben (im Beispiel also 2).
Gerückt wird im Uhrzeigersinn und man erhält einen Punkt,
wenn man einen anderen Spieler heraus schmeisst. Wer zuerst 10 Punkte
hat, gilt als Sieger.
Das Spiel stammt nach derzeitigen
wissenschaftlichen Erkenntnissen von der Insel Euböa, wo es ein
Athener Psychater 481 v. Chr. auf Weisung des Perikles mit dem Ziel
einführte,
die ansonsten sehr friedfertign Euböaer, auf den bevorstehenden
Krieg mit den Persern einzustimmen. Das Spiel verfehlte seine
Wirkung nicht und Euböa wurde bereits zwei Jahre nach
Einführung von "Wer schlägt, gewinnt", im Jahre 479 v.
Chr., in Folge eines plötzlich ausbrechenden
Bürgerkrieges komplett verwüstet. Pikanterweise wurde "Wer
schlägt, gewinnt" nur 3 Monate später zum Hellenischen
Spiel des Jahres gewählt.
Robinikles Crusoklos war ein ehrgeiziger Sportler im Antiken Dreikampf
(Schwimmen, Radfahren, Laufen). Wir fanden zahlreiche Abdrücke
seiner mit Rindsleder bezogenen Laufschuhe im Pinienwald sowie eine
Steintafel mit seinen Bestleistungen über 5, 10 und 15 Kilometer.
Ebenfalls entdeckten wir Reste eines Bronzefahrrades mit
Keramikschaltung. Die Ablagerungen am Sattel liessen darauf schliessen,
dass Robinikles ausschließlich nackt trainierte. Uns ist nicht
völlig klar warum. Zur Linken seht ihr eine Rekonstruktion des Wettkampfgerätes und Fahrers.
Um 480 v. Chr. verliess die Familie plötzlich Kalogria und begab
sich in das nahe gelegene Olympia. Der Grund für den Wegzug ist nicht bekannt. Eine Hypothese geht davon aus, dass
Robinikles an den Olympischen Spielen im Antiken Dreikampf
teilnehmen
wollte. Dieser Hypothese widersprechen allerdings seine
Trainingszeiten, die selbst bei starker Verbesserung unter
Wettkampfbedingungen nicht für einen Sieg gereicht hätten.
Klar ist allerdings, auf welche Art die Crusoklos' nach Olympia
gelangten, denn
das Wohnmobil konnte aufgrund eines Konstruktionsfehlers (der Motor
lief nur mit V-Power Diesel und Shell hatte sich nachdem Griechenland in
Folge des Bürgerkrieges auf Euböa zum D-Land herabgestuft
wurde aus der Ägais-Region zurück gezogen) nicht als
Fortbewegungsmittel dienen. Eine von uns gefundene Reliefplatte
zeigt die Familie bei ihrer Abreise. |
|
|
|

Eine große Schirmpinie

Ein Schirmpinienwald

Landschaft ©

Erster Strandbesuch

Erster Strandbesuch

Morgendliche Übungen ©

Klassischer Ringkampf

Viehzeug

Noch mehr Viehzeug ©

Blicke aufs Meer |
|