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Spanien - Galizien und Asturien
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Ein Besuch bei Bilbo Beutlin
Die Namen Galizien und Asturien klingen bereits abenteuerlich und die
damit bezeichneten Landstriche sind es auch. Gala-Leser wissen
sicherlich, dass die bürgerliche Frau
des derzeitigen Spanischen Kronprinzen Felipe aus dem asturischen
Oviedo stammt. Felipe seinerseits trägt neben einer ganzen Reihe
von Adelstiteln auch den des „Fürsten von Asturien". Klingt
doch alles sehr romantisch.
Romantisch
ist auch die Landschaft, die eine so spielerische Verbindung zwischen
Meer und Bergen hervorzaubert, dass man versucht ist zu glauben, diese
beiden Dinge gehören wie selbstverständlich zusammen. In
jedem Fall gehört diese Gegend zu
Spanien, denn selbst in den Zeiten der Maurischen Okkupation, gab es
hier oben ein Häufchen Tapferer, die sich in den tiefen Schluchten
der Gebirge und hinter den meterdicken Wänden der Castelle
erfolgreich verteidigten.
Neben Meer und Bergen fielen uns noch zwei Dinge auf. Zum
einen gab es in so gut wie jedem Dorf Horreos, auffällige
Maisspeicher aus Holz oder Stein. Und zum anderen blühten auf
vielen Wegen große buschige Hortensiensträuche von
schneeweiß über pastell-rot bis blau-lila.Das Wasser war im
Westen noch bitterkalt und erinnerte uns damit sehr an den Beginn
unserer Reise in Griechenland Mitte März. Entsprechend leer waren
die Strände und vor allem das Wasser. Trotzdem gab es an fast
jedem Strand Toiletten und Duschen und junge, braungebrannte
Rettungsschwimmer kümmerten sich um die nicht vorhandenen
Badegäste. Mit dem Wohnmobil konnte man fast überall stehen.
Es gab reichlich Platz. Das änderte sich, als das Wasser irgendwo
zwischen Santander und Bilbao plötzlich richtig warm wurde (Ich
tippe auf den Golfstrom). Jetzt war der Atlantik voll von Spanischen
Schulkindern, die ihre 3 Monate (!!!) Sommerferien zum
größten Teil am Strand verbringen.
Als
wir die Grenze nach Frankreich überschritten veränderte sich
das Bild schlagartig. Plötzlich war wieder ganz Europa
versammelt und hinter den Stränden kamen zuerst 4 bis 5
Häuserreihen mit Hotels und Ferienwohnungen. Aber dazu mehr beim
nächsten Mal. Jetzt nochmal zurück nach Spanien - und zwar in
die Berge. Dort haben wir nämlich Seltsames erlebt.
Direkt auf unserem Weg lag der Parque de National Pico de Europa, der
älteste Nationalpark Spaniens. Nur ein paar Kilometer von der
Atlantikküste entfernt ragen die Gipfel bis in 2500 Meter
Höhe. Am Morgen vor unserer Auffahrt fand Theresa einen Brief
auf der automatischen Eintrittsstufe unseres Wohnmobils. Absender war
ein gewisser Herr Beutlin aus Beutls-End. Er bat uns, ihn
möglichst schnell aufzusuchen, da eine "Angelegenheit von
äußerster Bedeutung keinen weiteren Aufschub erlaube". Die
Wegbeschreibung des Herrn Beutlin liess allerdings zu Wünschen
übrig.
Es
war wie verhext. Kaum hatten wir den Brief beiseite gelegt um uns auf
den Weg zu Herrn Beutlin zu begeben, änderte sich das Wetter
schlagartig. Die
Sonne verschwand hinter dichten Wolken und ein fetter,
undurchdringlicher Nebel kroch von den Hängen der Berge auf uns
herab. Wir arbeiteten uns im ersten Gang die schmalen
Serpentinenstrasse hinauf. Aus der Unsichtbarkeit des Nebels
erscholl das Tosen reissender Bergbäche und das Läuten
unzähliger Kuhglocken. Hoch oben erreichten wir den in grau
getauchten Parkplatz des Nationalparks.
Von hier ging es laut Herrn Beutlin zuerst zu den Minen von Muria.
Dort sollten wir uns vor den Orks, kleinen, nicht sehr intelligenten
aber um so gewalttätigeren Wesen in Acht nehmen. Wir fanden die
Minen, aber statt der Orks trafen wir auf einen alten Zauberer namens
Gandalf. Er setzte Theresa und Hugo in eine der eisernen Loren und wir
mussten uns vorerst von ihnen verabschieden.
Wir waren nicht ohne Sorge, aber Gandalf versicherte uns, dass sie gesund und
wohlbehalten zurückkehren würden. Sie waren jetzt auf dem
Weg zu den Zwergen unter dem Berg, wo
auch Herr Beutlin auf sie wartete. Die baulichen Gegebenheiten im
Zwergenberg erlaubten allerdings keinen Besuch von Wesen mit einer
Größe von über 1,30 Meter.
Die weitere Beschreibung der Geschehnisse basiert auf den Berichten
unserer Kinder: Nach einer rasanten Fahrt durch die Minen stoppte
die Lore in einer unterirdischen Bergwelt. Die Berggipfel waren aber
nicht höher als ein zweistöckiges Haus. Sie waren ein Stück durch die kleinen Berge gegangen, da kamen sie zu einem altem Haus und als sie mehrmals laut riefen, trat ein alter Mann aus der Tür. Es war Herr Beutlin.
Er bot Hugo und Theresa Zwergenspeise an, die sehr lecker schmeckte.
Dann gab er ihnen einen Ring und bat sie, auf diesen Acht zu
geben. Alles weitere würden sie später, nach ihrer
Rückkehr erfahren.
Das war alles. Wir wissen selber nicht so recht, was wir von der
Geschichte halten sollen. Unsere Kinder wollen den Ring jedenfalls
behalten. Hugo guckt schon ganz komisch, wenn man versucht ihm den Ring
abzunehmen. Uns ist nicht ganz wohl bei der Sache, aber wir hoffen auf
ein gutes Ende. |
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Gedenkkreuz für im Sturm gestorbenen Seefahrer ©

Schneckenattacke ©

Unsere zwei Himmelsstürmer ©

Vom Tau überzogene Disteln ©

Nahaufnahme von Gandalf dem Grauen ©

Spinnennetz in den Minen von Muria ©

Ein Boot geparkt im Garten

Ein Seestern angepasst an seine Umgebung

Theresa in ihrem Kaufmannsladen...

Hugo in seinem Kaufmannsladen...

... und beiden gemeinsam nach Geschäftsschluss
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