Wetter: Schneestürme peitschen Mitte
März über Berlin. Man
glaubt die Schatten der heranrückenden Gletscher im Norden zu
erkennen. Wir stapfen mit Sonnenmuschel und
Badesachen beladen durch 15cm tiefen Neuschnee zum Wohnmobil. Beim
Beziehen der Betten gefrieren meine Hände. Die
Wetteraussichten für den Peloponnes verbessern sich
täglich.
Wohnmobil: Kommt am 2.März im Schneetreiben in Berlin an.
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8.März
erhält es zwei nagelneue, prall gefüllte Gasflaschen
und erwacht aus seinem Dornröschenschlaf. Die Heizung bummert,
der Kühlschrank schnurrt und auf den drei
Gaskochflächen tanzen kleine blaue Elfen.
Gemütlichkeit kommt zum ersten Mal auf.
Abschied: Jeder von jedem. Die Wohnung ist voll. 10 Kinder rennen
zwischen Umzugskisten herum. In der Kita, wo wir noch einmal mit dem
Wohnmobil vorfahren, damit Theresa’s
Freunde sehen können, wie sie die nächsten 7 Monate
lebt, ist vor allem der Kindersekt der Renner. Abschied von der
Uckermark. Haus und Garten liegen unter Schneemassen begraben. Welch
ein seltener Anblick.
Geld: Das Finanzamt bedankt sich für
die gute Zusammenarbeit in 2005 und überweist uns eine
unerwartet hohe Spende. Daraufhin bestelle ich gleich einen weiteren
Wohnmobilreiseführer bei Amazon. Unsere Kontoauszüge
werden aufgrund der Buchungen auf der linken Seite immer
länger. Am Klingelknopf unserer Wohnung kann man die
Fingerabdrücke von mindestens 10 verschiedenen
DHL-Mitarbeitern spurentechnisch sichern.
Wohnung: Wird zuerst immer voller und chaotischer. Dann
plötzlich, nach dem Abtransport der Umzugskisten, die Leere. Die Akustik ist völlig
verändert und bietet Raum für sakrale
Gesänge. Mahlzeiten am winzigen Rundtisch in der Mitte des
leeren Wohnzimmers.