Vor der Reise
Im Planetarium
Wenn sich Banker über Brokerage und Landschaftsgärtner über Terrassierung unterhalten, dann ist das für sie eine völlig normale Sache. Genauso verhielt es sich mit dem Hausastronomen des Zeiss Grossplanetariums an der Prenzlauer Allee, der am Freitag über „Finsternisse" im Astronomischen Jahr 2006 referierte.

Für „Finsternisse" sieht es in diesem Jahr düster aus. Genau genommen gibt es nur eine Nennenswerte – die Sonnenfinsternis am 29.März. Der Kernschatten trifft die Erde erstmals am frühen Vormittag irgendwo im Osten Brasiliens, geniest sein Mittagessen auf der Grenze zwischen Libyen und dem Tschad und hat seinen touristischen Höhepunkt am frühen Nachmittag in Cide an der Türkischen Riveria.

Was diese Finsterniss so besonders macht ist die Tatsache, dass es sich wohl um die letzte totale Sonnenfinsternis der nächsten 50 Jahren handelt, die aus leicht zu erreichenden Gebieten sichtbar ist. In Berlin wird man eine totale Sonnenfinsternis erst wieder im Jahr 2081 bestaunen können. Das übernehmen dann Hugo und Theresa.

Für unsere Reise haben wir den 29.März vornotiert. Von der Pelopones aus sollten noch mindestens 70% Verdunklung drin sein. Eine Sichelsonne sozusagen.

Sollten wir weiterhin daran denken, dann bleiben wir am 15.Mai etwas länger in unseren Campingstühlen sitzen. Denn dann wirft die Erde um Mitternacht ihren schwarzen Schatten auf den Mond. Dem Mann im Mond sei gesagt, dass er zur gleichen Zeit eine ganz hübsche Sonnenfinsternis zu sehen
bekommt.
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Die letzten Tage

Ich fang ganz spontan überhaupt nichts an

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